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Ziviltechniker Elektrotechnik – Blitzschutz

Brauchen Sie überhaupt eine Blitzschutzanlage? Schützt sie Ihre bestehende Blitzschutzanlage noch ausreichend?

Mehr als 150.000 Blitze werden gemäß Aldis durchschnittlich pro Jahr in Österreich gemessen. Immer wieder kommt es vor, dass auch Gebäude von Blitzen getroffen werden. Es sind jedoch nicht zwangsweise Objekte in exponierter Lage (z. B. hohe oder alleinstehende Gebäude) davon betroffen. Auch bei Gebäuden im Verbund kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese vom Blitz getroffen werden. Die Auswirkungen bei einem Blitzeinschlag ohne funktionierender Blitzschutzanlage sind dann meist verheerend. Vielfach gerät das Gebäude in der Folge in Brand.

Die enormen Blitzströme müssen von der Anlage bewältigt werden.Blitzschutz - Erdungsmesszange Dies kann nur dann gewährleistet sein, wenn die Blitzschutzanlage auch ordnungsgemäß funktioniert. Die Basis für eine neue Blitzschutzanlage stellt normalerweise eine Erdungsanlage gemäß ÖVE/ÖNORM E 8014[1] dar. Eine richtige Ausführung ist von entscheidender Bedeutung. Bei der Errichtung der Erdungsanlage ist teilweise die Elektrofachkraft leider nicht vor Ort. Wenn bereits alles betoniert ist, ist eine Dokumentation sowie Messung der Erdungsanlage nicht mehr möglich.

Auswirkungen von Blitzströmen sind vielfach auch defekte Elektrogeräte. Durch den richtigen Einsatz von Überspannungsableitern kann auch dieses Risiko und somit Produktionsausfälle drastisch reduziert werden.

Insbesondere in explosionsgefährdeten Bereichen tragen Blitzschutzanlagen in Kombination mit Überspannungsschutz erheblich zur Risikominderung bei.

Für die Errichtung von Blitzschutzanlagen haben sich in den letzten Jahren einige grundlegende Änderungen ergeben. Die relativ lange gültige Blitzschutznorm ÖVE-E 49[2] wurde von der ÖVE/ÖNORM E 8049[3] abgelöst. Doch die ÖVE/ÖNORM E 8049 hatte kein langes Bestehen und wurde rasch wieder von der EN 62305[4] abgelöst. Durch die relativ umfassende EN 62305 sind für die Blitzschutzanlage nun Berechnungen und auch einiges an Dokumentation erforderlich.

Nachdem es im Laufe der Zeit vorkommen kann, dass Erder besonders am Übergang zwischen Erde und Luft abrosten oder beschädigt werden, trägt die regelmäßige Überprüfung der Blitzschutzanlage wesentlich zur Steigerung der Sicherheit bei. Blitzschutzanlagen sind gemäß Elektroschutzverordnung (ESV) generell alle 3 Jahre wiederkehrend zu überprüfen. In explosionsgefährdeten Bereichen reduziert sich das Prüfintervall auf eine jährliche Prüfung.

Zur Erhöhung des firmeninternen Wissens im Zusammenhang mit Blitzschutz biete ich praxisbezogene Seminare in Ihrem Unternehmen an. Seminar Blitzschutz

In gemeinsamer Abstimmung mit Ihnen führe ich Beratungen, Planungen und Prüfungen direkt bei Ihnen vor Ort durch oder auch bei mir in der Kanzlei.

Blitzschutzklassen, Blitzkugeln und Schutzwinkel haben mit der Schule nichts zu tun. Blitzschutzanlagen sollten Sie als langfristige Investition und Risikominderung sehen. Für eine Unterstützung kontaktieren Sie mich unter office@zt-haiden.at oder +43 (0) 676 43 149 31.

1    ÖVE/ÖNORM E 8014: „Errichtung von Erdungsanlagen für elektrische Anlagen mit Nennspannungen bis AC 1000 V und DC 1500 V“
2    ÖVE-E 49: „Blitzschutzanlagen“
3    ÖVE/ÖNORM E 8049: „Blitzschutz baulicher Anlagen“
4    ÖVE/ÖNORM EN 62305: „Blitzschutz“